Vom Waschhaus zum Werkhaus

Früher standen hier Waschzuber und die Aborte der Bewohner des Landarbeiterhauses. Künftig können hier Kunstinteressierte, vor allem Kinder  und Jugendliche, selbst tätig werden – unter der Anleitung professioneller Künsterlinnen und Künstler. Der Gemeinderat hat in seiner Novembersitzung die ersten Weichen zur Sanierung der so genannten „Remise“ hinter dem Landarbeiterhaus gestellt.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 12. November 2020 dem Beschlussvorschlag der Fraktionen von B 90/Grüne, SPD/DIE LINKE/PRO, CDU, FDP zugestimmt, für die Planung und Umsetzung der Restaurierung der Remise für das Jahr 2021 100.000 Euro und für das Jahr 2022 ebenfalls 100.000 Euro in den Haushalt einzustellen. Die Remise des Anwesens Zehlendorfer Damm 200 stehe unter Denkmalschutz und verfalle zunehmend, hieß es in der Begründung für den Antrag. Die im Zehlendorfer Damm 200 ansässigen Vereine sollten demnach die Remise für die Vereinsarbeit im Interesse der Schüler*innen und Bürger*innen Kleinmachnows nutzen können, um Bildungsarbeit zu leisten. Davon könnten im Besonderen die Jugendlichen der angrenzenden Schulen profitieren, so Begründung der Gemeindefraktionen weiter.

Ansichten und Aussichten

 

Auf Basis der Machbarkeitsstudie von Werkgruppe Kleinmachnow, Architekten, hat der Kunstverein ein Nutzungkonzept erstellt, das in die Beschlussvorlage zur Gemeinderatssitzung eingeflossen ist. Geplant sind Angebote in der Ästhetischen  Bildung  (Führungen, Künstlergespräche, multimediale Vermittlung: Video-Kunst, Filmdokumentationen, Vorträge), vor allem ein- bis dreitägige Kursangebote durch professionelle Künstlerinnen und Künstler: Zeichnen, Druckgraphik, Bildhauern, plastisches Gestalten und Installationen im Raum  „Land Art“.

 

Bisher kommen regelmäßig die Kunstkurse des benachbarten Weinberg-Gymnasiums in die Ausstellung während der Kunstwoche. Im Landarbeiterhaus besteht außerdem die Möglichkeit für Kunstkurse und Projektgruppen selbst eine Ausstellung zu gestalten. Schülerinnenen und Schüler der Maxim-Gorki-Gesamtschule und des Weinberg-Gymnasiums gestalteten im Projekt Youth.Art.History eine digitale Führung durch Landarbeiterhaus und Ausstellung während der Kunstwoche.

 

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Bilder: Die Brücke Kleinmachnow Kunstverein /Iris Nienstedt / werkgruppe kleinmachnow Architekten