Freese | Müller | Raffler | Werner
Der Kunstverein lädt jeden Sommer vier Künstlerinnen und Künstler zur Kunstwoche nach Kleinmachnow ein, um sich von diesem Ort inspirieren und im Arbeitsprozess über die Schulter schauen zu lassen – ein reger Kontakt zwischen Künstlern und Publikum entsteht, wie er eher selten möglich ist. Kunstinteressierte aus der Region haben die Möglichkeit, direkt mit den Künstlerinnen und Künstlern zu kommunizieren und bei „öffentlichen“ Arbeitsprozessen unmittelbar dabei zu sein.
Öffungszeiten:
15. – 19. Juni, täglich von 11 bis 18 Uhr
Landarbeiterhaus Kleinmachnow, Zehlendorfer Damm 200
Frauke Freese
1999-2003 Goldschmiedeausbildung, Studium der Metallgestaltung an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim,
2008-2011 Studium der Bildenden Kunst an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design, Halle. Studium Malerei/Grafik Kunsthochschule Alfter bei Bonn,
„In der Kleinmachnower Kunstwoche werde ich die natürliche Umgebung des Landarbeiterhauses untersuchen. Ich werde geeignetes Gras trocken und zu handgroßen Päckchen bündeln. Diese Graspäckchen werden zu einem flachen, geometrischen Grasobjekt zusammengefügt.“
„BIRDS PALACE: Ein Palast für die, die mit uns leben. Unseren Nachbarn in den Bäumen, Verwandten in den Dachrinnen. Dem Leben im Rascheln, im Flattern, im unscheinbaren Dazwischen. Ihre Präsenz am Himmel, in Straßen und Gärten, an Haltestellen, auf Masten, ist uns gegenwärtig – sie lässt uns hören und überhören, sehen und vergessen, schätzen und nicht handeln. Aus künstlerischer Forschung zur heimischen Vogelwelt, entstehen acht großformatige, farbige Scherenschnitte, die als Ensemble Platz nehmen, in einem Palast – und still erfragen, wie wir Liebe und Verantwortung für unsere natürliche Mitwelt leben können.“
„Lichtgestalten“: Für die Zeit meines Arbeitsaufenthalts während der Kleinmachnower Kunstwoche 2026 habe ist die bildnerische Gestaltung von ca. fünf mittelgroßen Stumpenkerzen 40x10cm (Taufkerzen) geplant. Unter Verwendung von farbigen Wachsplatten werden die betont symbolischen Bildmotive auf den Kerzen, die als Bildträger fungieren, angelegt. Die Bildnerische Gestaltung wird hierbei sowohl auf die Symbolik der Kerze als auch ihre Verwendbarkeit eingehen.“

Luzia Werner
2002-2005 Ausbildung zur Holzbildhauerin in Oberammergau
2005-2006 Studium in Malerei und Kunsttherapie an der Alanus-Hochschule bei Bonn
2006-2012 Studium in Malerei/Grafik an der Burg-Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design in Halle
„Während meines Arbeitsaufenthalts möchte ich an der Serie „Angie“ weiterarbeiten. Die Werke zeigen kleine, aus Lindenholz geschnitzte Kinder, die ausgerissene Pflanzen in der Hand halten. Sie stehen symbolisch für unsere Verantwortung gegenüber allem Lebendigen. Zudem möchte ich die indische Weisheit integrieren: Gott schläft im Stein, er atmet in der Pflanze, er träumt im Tier und erwacht im Menschen – und diese Impulse als Anstoß für weitere Arbeiten nutzen. Geplant sind Malereien auf Papier.“
Bildnachweis. Freese/Müller/Raffler/Werner


