Entdecken, Zerstören, Raum nehmen… Feminismus leben.

Installation  //   Performance

 

13. VideoKunstNacht  / Samstag, 7.3.2026 /  20 – 24 Uhr  / Gesamtprogramm

 

 

 

Yvon Chabrowski // shattered layer: surfaces, body, and ai images

 

Skulpturale Video-Performance //  4K /  Ton /  Farbe /  40-Zoll-Monitor in aufrechter Position  (2025)

 

Scheinbar von innen ertaste und zerstöre ich die verschiedenen Bildschirmoberflächen – die Schichten, aus denen ein Flachbildschirm besteht. In und zwischen diesen Schichten entstehen die Bilder, die wir täglich sehen, berühren und die uns berühren können. Zahlreiche KI-basierte Tools zur Bildgenerierung prägen unsere Gegenwart. Interessant ist, wie wir uns körperlich im Verhältnis zu den uns umgebenden Bildschirmen bewegen können und welche neuen Sehmechanismen wir entwickeln müssen, um Bilder in ihrer Vielschichtigkeit wahrzunehmen. Was ist ein Bild, und was ist seine Realität? Wie entsteht es? Wie sehen wir Körper in Bildern, und wie verhalten wir uns körperlich gegenüber Bildern und Bildschirmoberflächen?

 

Yvon Chabrowski, geboren in Ost-Berlin, lebt in Leipzig und Berlin. In ihren Arbeiten beschäftigt sich die Bildenden Künstler:in mit medialen Bildformeln, die sie aus ihrem Kontext herauslöst und dadurch sowohl entfremdet als auch greifbar macht. Ihre performativen Video-Skulpturen vermitteln Bewusstsein für Ikonographien, Produktionsmechanismen und das Eigenleben allgegenwärtiger Medienbilder. Ihre Arbeiten wurden u.a. den Kunstsammlungen Chemnitz, Kunstpalast Düsseldorf, Weserburg Bremen, Kunstraum Kreuzberg Bethanie, NGBK und im Rahmen der Odessa sowie Moskau Biennale ausgestellt.

Bild: Chabrowski

Laura Fong Prosper // Guardiana del Agua

Video // Text: Luisa Fuentes Guaza / Image and Sound: Laura Fong Prosper / Speech: Berta Cáceres

 

„Guardiana del Agua“ ist eine Ode an Pachamama, Mutter Erde oder den lebendigen Erdkörper aus aquatischen und Unterwasserwelten, als erhaltenden Körper, der Leben für andere Körper ermöglicht. Das audiovisuelle Werk durchquert hydrofeministische Achsen, indem es ein von Feminismus und Ökologie geprägtes Terrain artikuliert. Es erkennt uns als Gewässer an. Es fordert uns auf, lebenswerte Bedingungen für andere, gefährdete Gewässer zu schaffen.

 

 

Laura Fong Prosper (geb. 1978) ist eine in Berlin lebende, aus Panama stammende bildende Künstlerin. Ihre Arbeiten thematisieren unter anderem das kollektive Gedächtnis, Retrofuturismus, Vorstellungen der Ahnen und Ökofeminismus und verknüpfen dabei Video, analogen Film, neue Medien und seit Kurzem auch Textilien. In ihrer prozessorientierten Praxis schafft sie einen Dialog zwischen Körper, Raum, Geschichte und dekolonialen Narrativen und betreibt gleichzeitig eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Recycling von Materialien, Archiven und Elektronik.

Bild: Fong Prosper

Kathrin Hunze // Data Me: Data Sugar 

Performance

 

„Data Me: Data Sugar“ beschäftigt sich mit postdigitalen Lebensformen von Natur, Mensch und Maschine im digitalen Raum. Die Videoarbeit hinterfragt den glücklichen virtuellen Körper mithilfe eines Programms namens „Perfect Happiness“. Ausgehend vom Prinzip des Tamagotchi-Effekts versucht „Perfect Happiness“, durch das Füttern von Daten – Zucker eine emotionale, spielerische Bindung herzustellen, um diesen Körper zu lenken und zu kontrollieren.

 

Kathrin Hunze ist Medienkünstlerin und Meisterschülerin wie auch Absolventin des Studiengangs Kunst & Medien, an der Universität der Künste Berlin, studierte Kommunikationsdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Sie ist Vorstandsmitglied des Medienkunstvereins Berlin und Mitglied der Kollektive nox&honig, KateHack und raumperspektive. Sie arbeitet als Medienkünstlerin an den Schnittpunkten verschiedener Inszenierungsformen im Kontext des bewegten Bildes mit neuen Medien. Ihre künstlerische Forschung konzentriert sich auf die Untersuchung von Prozessen, Mechanismen, und ethischen Aspekten neuer Technologien und deren Auswirkungen in komplexen Systemen.

Bild: Hunze

Lauren Moffatt // Local Binaries

Augmented Reality 

 

Jeder Mensch, dem du begegnest, trägt eine eigene Welt in sich. Wie sieht deine aus? Diese Frage stellte die Künstlerin Lauren Moffatt neun Frauen aus aller Welt, um die Blaupausen für das gemeinsam gestaltete Universum in Local Binaries zu definieren. Dieser virtuelle Raum kann vom Betrachter im Miniaturformat per Augmented Reality erkundet werden.

 

 

Lauren Moffatt ist eine australische Künstlerin, die mit immersiven Umgebungen und experimentellen Erzählformen arbeitet. Ihre Werke, oft in hybriden und iterativen Formen präsentiert, erforschen die paradoxe Subjektivität vernetzter Körper und die fließenden Grenzen zwischen digitalem und organischem Leben. Sie kombiniert konventionelle, veraltete und neue Technologien, um Universen zu erschaffen, die sowohl den physischen als auch den virtuellen Raum umfassen. Lauren studierte Malerei, Theorie und Praxis der Neuen Medien sowie audiovisuelle Gestaltung am College of Fine Arts (Australien), an der Université Paris VIII (Frankreich) und am Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains (Frankreich).

Bild: Moffatt

Kaja Krebs  // Wild Horses

Installation 

 

Die Installation verhandelt die Zusammenhänge von Spektakel und Melancholie, Schwindel und technischen Fortschritt. Dabei bedient sie sich verschiedener Lichtphänomene, der Geschichte der Vergnügungsparks auf Coney Island, der Ikonographie Kupferstichs Melencolia I von Albrecht Dürer und dem Karussell als Symbol.

 

Kaja Krebs (*1997 in Braunschweig) studiert(e) Visuelle Kommunikation, Experimentellen Film und Medienkunst, Bildhauerei und Kunsttherapie inBerlin und Dresden. Besonders interessiert sie sich für das multimediale Erzählen. In einer offenen und experimentellen Arbeitsweise versucht sie Inhalt und Medium zusammen zu bringen, präzise auszuwählen, wo es einen Text braucht, wo ein Objekt, ein bewegtes Bild, welches Material, Licht, Dunkelheit, vielleicht sogar einen Geruch. Sie beschäftigt sich beispielsweise mit den Biografien verlorener Gegengstände oder dem Freibad als sozialem Raum. In vermeintlich flüchtigen Momenten des alltäglichen Lebenssucht sie die Tiefe zu vermitteln und gesellschaftlichen Zusammenhänge zu erkennen.

Bild: Krebs

Kuratiert von Charlotte Kühn 

Adresse und Anfahrt:

 

Landarbeiterhaus Kleinmachnow, Zehlendorfer Damm 200, 14532 Kleinmachnow

Bus: 622 von U Bahn Krumme Lanke > Haltestelle Kleinmachnow, Am Weinberg
601/X1 von S Bahn Teltow oder Potsdam Hbf > Haltestelle Stahnsdorf, Stahnsdorfer Hof

 

Der Eintritt zu den Veranstaltungen des Kunstvereins ist frei. Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise zum Besuch im Landarbeiterhaus.